Donnerstag, 30. Juli 2009

Auswertung Lahntal Total

Kein Wunder, dass bei diesem schönen Wetter kaum jemand zuhause bleiben wollte:
Lahntal Total war auch in diesem Jahr wieder ein sehr erfolgreiches Highligt im Einzugsgebiet der Kurhessenbahn. Selbst der Rekord vom letzten Jahr, der bei 80.000 Besuchern der Veranstaltung lag, konnte getoppt werden. Dieses Mal zählte man 90.000-100.000 Menschen, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Auch die Kurhessenbahn trug ihren Teil zum Erfolg dieses Events bei, indem sie ihre Verkehrsleistungen mit speziell zu Fahrradwagen umgebauten VT 628 und lokbespannten Zügen mit Fahrradabteilen, die besonders viele Räder aufnehmen können, erbrachte.
Trotz der teilweise von weit her georderten Züge konnten sie dem Ansturm der Fahrgäste mit ihren Fahrrädern kaum standhalten. Viele Züge, besonders flussaufwärts Richtung Feudingen, waren hoffnungslos überfüllt. Vielerorts mussten Fahrgäste an den Halten stehen gelassen werden, weil die Aufnahmekapazität der Züge schlicht am Ende war.
Es gab auch einige kritische Stimmen, die sich darüber beschwerten, schon zum zweiten Mal wegen Überfüllung stehen gelassen worden zu sein. Es ist natürlich ärgerlich, wenn man eine Fahrkarte erworben hat, den Tag genießen wollte und nun aufgrund voller Züge nicht weiter durfte. In solchen Fällen erstattet der Veranstalter, die TOUR GmbH, das Beförderungsentgelt.
Wir hoffen, dass diese Erlebnisse nicht allzu negativ in manchen Köpfen hängen bleiben werden. Die Kurhessenbahn und wir als Fahrgastverband sind schließlich immer erfreut, wenn möglichst viele Menschen die Bahn nutzen. Es muss auch beachtet werden, dass es eine Schwierigkeit darstellte, Züge von außerhalb zu ordern, die genau auf die Bedürfnisse von Radfahrern ausgelegt sind. Ein dichterer Zugverkehr wäre daher nur sehr schwer möglich gewesen, mehr Waggons sind aufgrund der kurzen Bahnsteige nicht zulässig.
Auch mussten die Fahrgäste einige Verspätungen und damit verbunden auch Linienverkürzungen hinnehmen, was mit der hohen Resonanz und der Vielzahl an Fahrrädern, die verladen werden mussten, begründet werden kann.

Trotz aller Probleme waren die meisten Reisenden sehr nett und bedankten sich bei den Helfern, die beim Verladen ihrer Fahrräder halfen.
In meinen und hoffentlich auch anderer Menschen Augen hat diese Veranstaltung Impulse für eine umweltfreundliche Mobilität gesetzt.
Lahntal Total ist eine Erfolgsgeschichte, die unbedingt fortgesetzt werden und an anderen Orten ausprobiert werden muss. Vielleicht auch einmal auf der Edertalbahn.

Freitag, 24. Juli 2009

Lahntal Total

Am Sonntag, dem 26.7.09 wird im Oberen Lahntal zwischen Feudingen und Sarnau die Veranstaltung "Lahntal Total" stattfinden. Sinn dieser Veranstaltung ist es, an diesem Sonntag ein autofreies Lahntal zu schaffen. Dafür wird schon am frühen Sonntagmorgen gegen 7.00 Uhr die B 62 gesperrt, damit sich Fußgänger und Radfahrer nach Lust und Laune frei und ungefährlich bewegen können.
Wer im Lahntal schneller vom Fleck kommen möchte, ist trotz Straßensperrung mobil:
Die Kurhessenbahn bietet anlässlich der Aktion auf der zur B 62 parallel verlaufenden Oberen Lahntalbahn einen Pendelverkehr im Stundentakt zwischen Marburg und Feudingen an; jeder zweite Zug fährt weiter bis nach Erndtebrück.
Zum Einsatz kommen zwei zu Fahrradwagen umgebaute VT 628 Triebwagen der Kurhessenbahn, nochmals zwei der gleichen Bauart der Westfrankenbahn und zwei Dieselloks der Baureihe 218.
Den Fahrplan finden Sie gleich unter diesem Text.
Fahrkarten können an diesem Tag direkt im Zug beim DB-Personal erworben werden.

Der Wetterbericht verkündet für den Sonntag herrliches Wetter. Also auf ins Lahntal!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Fahrplan Lahntal Total 26.07.09

Hier die Fahrpläne für Lahntal Total. Vergrößerung durch anklicken.


Gebündelte Kräfte

Die Mitgliedsanträge wurden ausgefüllt und abgeschickt; damit war der wichtigste Schritt getan: Die IGUE ist nun vollständig dem Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehrs im Raum Marburg e. V. (AFS) beigetreten. Alle Mitstreiter der IGUE erhielten kurz darauf Post vom Vorsitzenden des AFS Marinc mit einer Einladung zur erweiterten Vorstandsstitzung am 2.7.09 in das Restaurant Tafelspitz nach Burgwald-Ernsthausen.
Damit war die Aufnahme der IGUE in den AFS, der eine Unterorganisation des Fahrgastverbandes "Pro Bahn und Bus Hessen" ist, perfekt.
Der Name des Vereins ist zwar etwas irrefürend, da er sich nicht nur um den ÖPNV rund um Marburg kümmert. Die Satzung sagt deutlich aus, dass auch die im Personenverkehr stillgelegten Eisenbahnstrecken Battenberg(Auhammer)-Frankenberg/Eder und Frankenberg-Korbach vom AFS betreut werden.
Damit ist endlich die Grundlage geschaffen, mit gebündelten Kräften für die Reaktivierung der Bahn im Edertal einzutreten.
Die Stimmung am Abend des 2.7. war trotz des wütenden Sturmes angenehm; die Mitglieder des AFS saßen ja im gemütlichen Restaurant trocken.
Schon zu Beginn der Sitzung wurde über die Fahrten, die in letzter Zeit auf der Edertalbahn stattfanden, gesprochen. Sie wurden ausgewertet und im Anschluss daran wurde eine kleine Diskussion über die weitere Herangehensweise bezüglich künftiger Fahrten auf der Edertalbahn gestartet. Besonders das Problem der schlechten Vermarktung der Sonderzüge zum Drachenbootrennen nach Herzhausen wurde heiß diskutiert.
Ebenfalls wurde beschlossen, dass die Mitstreiter der IGUE zusammen mit Herrn Schmied aus Ernsthausen eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb des AFS gründen, die sich insbesondere der Reaktivierung der Edertalbahn widmen wird.

Anschließend wurde die kommende Veranstaltung auf der Oberen Lahntalbahn "Lahntal Total" thematisiert, über die wir in einem gesonderten Artikel noch berichten werden.
Zu guter Letzt stand das Streckenfest der Kurhessenbahn in Bad Laasphe auf der Tagesordnung, das am 29./30.8.09 stattfinden soll.

Über alle Termine informieren wir noch einmal gesondert.

Ein Dankeschön an alle, die mithalfen!

Dies ist ein Auszug aus dem Dankesschreiben, das Helfried Kohl und Bastian Kettner aufgesetzt haben. Wir sind der Meinung, dass die Leute und Institutionen, die zum Gelingen der Aktion "Sonderfahrten zum Drachenbootrennen" betrugen, im Internet geehrt werden sollen.


Frankenau, den 28.06.2009


Werte Damen und Herren,

wir, die IG Untere Edertalbahn, möchten uns bei Ihnen für die Unterstützung jeglicher Art zur Bestellung eines Sonderverkehres zum Drachenbootrennen in Herzhausen am 23./24.5.09
herzlich bedanken.

Durch Ihr Engagement sehen wir uns gestärkt in unserem Ziel, die Reaktivierung der Strecke Frankenberg- Korbach zu erreichen.
Wir haben gezeigt, dass wenn alle einen kleinen Beitrag leisten, vieles erreicht werden kann und hoffen auf weitere Zusammenarbeit.[...]

Unser Dank geht an die Ederseetouristik, die Sparkasse Waldeck-Frankenberg,
den SPD-Unterbezirk Waldeck-Frankenberg, die Gemeinde Allendorf/Eder, Dr. Reinhard Kubat, den AFS Marburg e.V. und an den Besteller des Sonderverkehrs NVV mit Herrn Derenek, die sich finanziell an diesem Projekt beteiligt haben sowie an den Durchführer Kurhessenbahn mit Herrn Theiß.


Mit freundlichen Grüßen und nochmals herzlichen Dank


Ihre IG Untere Edertalbahn

Samstag, 4. Juli 2009

Auswertung der Sonderfahrten

Fangen wir mit den Sonderfahrten am 23. und 24.5. an:

Am 23. und 24.5.09 initiierte die IG Untere Edertalbahn (IGUE) einen Sonderzugverkehr von Frankenberg nach Herzhausen; am 23.5. auch von Allendorf/Eder nach Herzhausen.
Anlass war das Drachenbootrennen auf dem Edersee.
Als Besteller der Züge fungierte der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV); durchgeführt wurde der Verkehr von der Kurhessenbahn.
Finanzielle Unterstützung erhielten die Initiatoren, die einen großen Teil der Kosten trugen, von unterschiedlichen Körperschaften und Personen (s. Dankesschreiben), bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.
Nun zu der Auslastung der Züge:
Am 23.5. waren die Züge nur schwach besetzt; insbesondere der Allendorfer Streckenast wurde wenig frequentiert. An diesem Tag fanden im Grunde nur die Vorbereitungen für das Drachenbootrennen statt, das am nächsten Tag startete.
Am 24.5. traf man zwar auf deutlich mehr Fahrgäste als am Vortag; die Auslastung hätte aber besser sein können.
Gespräche mit den Fahrgästen ergaben, dass die Vermarktung des Sonderverkehrs fehlschlug. Viele beklagten den viel zu kleinen Artikel in der Zeitung, andere wiederum sind nur durch das Pfeifen des Zuges auf das vorhandene Angebot aufmerksam geworden. Obwohl die Medien informiert wurden, ließen sich ihre Vertreter nicht blicken, was wir sehr bedauern.

Erfreulichere Nachrichten gibt es jedoch von den Dampfzugfahrten am 31.5., die von den Schwälmer Eisenbahnfreunden anlässlich des Frankenberger Pfingstmarktes durchgeführt wurden. Bei strahlendem Sonnenschein nutzen viele die Möglichkeit einer Dampfzugfahrt, die man ja heutzutage kaum noch hat. Man hat mit dem hohen Fahrgastaufkommen gerechnet und dementsprechend auch viele Waggons an die Lok gehängt. Zwar waren nicht alle Waggons voll besetzt, aber ingesgesamt waren die Fahrgastzahlen doch sehr gut.

Auch die Sonderfahrten anlässlich der Eder-Bike-Tour am 14.6.09 waren ein voller Erfolg.
Bei schönem Sonnenwetter machten sich viele Radler auf den Weg, um Teilstücke der Tour, die von Bad Berleburg bis nach Felsberg führte, mit der Bahn zu fahren. An diesem Tag wurden auf dem Ast nach Herzhausen die zu Fahrradwagen umgebauten Triebwagen eingesetzt, die bei voller Ausnutzung ihrer Aufnahmekapazität an Fahrrädern auf ihre Kosten kamen: Knapp 60 Fahrräder transportierte die RB 23767 um 15.52 Uhr mit einem Durchlauf von Herzhausen nach Frankenberg.
Doch auch der Streckenast nach Battenberg-Auhammer wurde einigermaßen gut angenommen; hier reichten die Kapazitäten der Fahrradaufnahme kaum, da die konventionellen (also nur mit 8 Fahrradplätzen) VT 628 ihren Dienst taten. Einziger Makel war, dass die Busse von/nach Bad Berleburg am Auhammer nicht auf die Züge gewartet haben.

Soweit die Neuigkeiten aus dem Edertal. Hoffentlich werden ähnliche Aktionen bald folgen.

Bilder der Veranstaltungen finden Sie unter dem Label "Photos" am rechten Rand des Blogs.
 

Counter